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Auf der Gartenfachmesse GAFA in Köln habe ich mir dieses Jahr etwas ganz besonderes gekauft: LotusGrill 340 MO rauchfrei Holzkohlegrill, Serie 340, Mandarine orange. Dieser neuartige Tischgrill besticht gleich durch mehrere Dinge, auf die ich hier einmal genauer eingehen möchte. Ich weiß, dass es auch andere Grills gibt, auf die viele stehen. Die sind ggfs. sogar besser oder beliebter. Ich habe nun den hier und muss sagen: Ich bin einfach nur begeistert.

Gegrillt wird mit dem Lotusgrill mit Holzkohle. Und obwohl es ja bei Holzkohle immer zu Rauch und Qualm kommt, wirbt der Hersteller damit, dass er KOMPLETT RAUCHFREI sei. Dennoch gleich mal die Warnung: Auch dieser Grill gehört nach draußen. Fangt bitte nicht an, im Fahrzeug zu grillen. Bei der Verbrennung der Holzkohle entsteht noch immer mehr Kohlenmonoxid als beim Kochen mit Gas (so hat man mir zumindest mal gesagt), wodurch man sich den schleichenden Tod in das Fahrzeug holen würden, wenn man nicht mitbekommt, dass es sich langsam mit dem giftigen Kohlenmonoxid füllt. Also bitte: DRAUSSEN GRILLEN! Aber was macht denn nun diesen Grill so besonders gegenüber anderen Holzkohle-Grills?
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Als erstes muss man sagen, dass dieser Grill mit nur rund einer Handvoll Holzkohle funktioniert. Auf der mitgekauften Holzkohle-Packung steht großspurig drauf: "Hält für 25 Grill-Einsätze!". Quatsch denkt man erst, stellt dann aber fest, dass dies tatsächlich stimmt. Man schüttet also nicht die halbe Packung in den Grill, wie man es vielleicht von zuhause her kennt. Es gibt in dem Grill eine kleine Brennkammer, in die die Kohle geschüttet wird. Diese fasst nur eben rund eine gute Hand voll. Bisher haben wir mindestens schon 10x gegrillt und die Kohle-Packung ist noch mindestens halb voll. Die Kohle ist dabei keine wirklich besondere. Lediglich wird dort darauf geachtet, dass die Kohlstücke alle recht klein sind, damit sie sich gut in der Brennkammer verteilen lassen. Zu große Stücke würden dafür sorgen, dass man am Ende vielleicht nur 1-2 Stücke hineinbekommt.

Generell muss man, um an die Brennkammer zu gelangen, erstmal den Grill auseinandernehmen. Dabei fällt auf: Er hat einige weitere Raffinessen, die ihn besonders machen. Zum einen besitzt er eine Edelstahlwanne, die sowohl als Hitzespiegel als auch als Fettwanne funktioniert. In diese Edelstahlschüssel tropft nämlich das gesamte Fett.

Zum anderen wird die Brennkammer auf einen kleinen Teller mit einem Loch in der Mitte draufgestellt. Auf diesen Teller kommt Brennpaste, die angezündet wird. Die Brennkammer mit der Holzkohle kommt darüber. Aber wozu das Loch? Nun, der Grill besitzt einen kleinen Ventilator. Dieser wird über einen Drehknopf vorne am Grill geregelt (wir machen ihn eigentlich immer nur ganz an oder ganz aus). Über diesen wird das Feuer der Brennpaste erst so richtig angefacht. Unglaublich aber wahr: In rund 4 Minuten war bei uns die Kohle immer komplett durchgeglüht und es konnte mit dem Grillen losgehen. Damit man übrigens überhaupt grillen kann, wird ganz oben auf dem Grill natürlich noch ein Grillrost aufgelegt und mit dem Rand des Grills über zwei Kistenverschlüsse verschlossen. So kann nun die Brennkammer nicht rausfallen. Zudem ist oberhalb der Brennkammer ein Blech angebracht, so dass nichts von dem Fett direkt in die heiße Glut tropfen kann. Gegrillt wird eher auf dem äußeren Ring.

Eine Sache, die aber den Grill zudem für Reisen ideal macht: Er ist ein Tischgrill, denn nichts - bis auf den Grillrost oben - ist außen heiß. Es gibt quasi eine Doppelwand, die es ermöglicht, den heißen Grill auf den Tisch zu stellen oder ihn sogar im heißen Zustand umherzutragen. Das geht natürlich mit bloßen Händen. Das ist wirklich genial.

Will man den Grill nach dem Grillen saubermachen, braucht man ihn nur auseinander zu nehmen - am besten im kalten Zustand - und die Edelstahlwanne herauszunehmen. Damit man dann nicht das ganze Fett im Grauwasser des Wohnmobils hat, kann man die Wanne einfach mit einem Papiertuch auswischen.
TIPP: Man kann sich auch einen kleinen Sack feinen Fugensand im Baumarkt kaufen. Vor jedem Grillen einfach einige Zentimeter in die Wanne schütten, so dass das Fett vom Sand auf aufgesogen wird. Nach dem Grillen kann man dann einfach den ganzen Sand mit dem Fett in den Müll schütten.

Ich muss sagen: Der Grill ist perfekt. Er nimmt nur sehr wenig Platz weg, kann jederzeit angefasst werden, kann leicht saubergemacht werden und ist schnell an und dann auch schnell wieder kalt, da die wenige Kohle ja schnell aufgebraucht ist. So muss man nicht stundenlang warten, bis der Grill wieder kalt ist.
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